Gestartet: ZIM-Netzwerk für Projekte und Produkte zur Digitalisierung im Bremer Handwerk

Ob bei Kundenpräsentation und Projektplanung, bei Handwerksarbeit, Service oder Buchhaltung sowie bei der Qualifizierung von Fachkräften und Auszubildenden – der Einsatz digitaler Technologien wird zunehmend zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor auch in Handwerksbetrieben. Seit Langem bietet die Handwerkskammer Bremen (HWK) ihren Mitgliedern vielfältig Unterstützung für den digitalen Wandel an. Nun hat sie auf diesem Feld einen neuen Erfolg zu verzeichnen: Auf ihr Engagement hin hat Bremen nun ein ZIM-Kooperationsnetzwerk bekommen. Es vernetzt Handwerksbetriebe mit Technologieanbietern sowie Forschungsinstitutionen und initiiert Projekte, um den Einsatz der Augmented Reality im Handwerk zu fördern.

Für unzählige Anwendungen im Handwerksbetrieb

Augmented Reality (AR) steht für erweiterte Realität. Mithilfe von Computern ergänzt sie die Wahrnehmung der Realität um virtuelle Elemente etwa per Smartphone oder Virtual-Reality-Brille. Mithilfe dieser Technik können zum Beispiel die verschiedenen Möglichkeiten der Umsetzung von Handwerksarbeiten veranschaulicht, Flächen vermessen oder Materialbedarfe im Vorfeld berechnet werden. Das sind nur einige Anwendungsfälle von vielen, die in dem neuen Kooperationsnetzwerk diskutiert und untersucht werden. Die Zusammenarbeit soll zu konkreten Entwicklungsprojekten im Bremer Handwerk führen und neue Produkte für die digitale Zukunft generieren.

Kooperationsnetzwerk hat Arbeit aufgenommen

Das neue Kooperationsnetzwerk nennt sich „Artisan“ (Entwicklung von arbeitsprozessintegrierten Augmented-Reality-Lösungen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit im Handwerk). Mit seinem Kick-off-Meeting hat es nun die Arbeit aufgenommen. Koordiniert und geleitet wird es von der 2017 gegründeten Handwerkprojekt GmbH (HWP), einer 100-prozentigen HWK-Tochter unter Leitung der HWK-Hauptgeschäftsführerin. VDI/VDE Innovation + Technik betreut Artisan als Projektträger. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Kooperationsnetzwerk im„Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM). Als eines der erfolgreichsten Förderprogramme Deutschlands unterstützt ZIM nachhaltig die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).

 

 

Sprache und Sprachtechnologie in Medizin und Medizinischer Informatik

Wie lassen sich im Klinikalltag gesprochene Daten schnell und unkompliziert erfassen? Wie lassen sie sich weiterverarbeiten, vor allem im Hinblick auf intelligente Sprach- und Datenverarbeitungssysteme? Klinische IT-Systeme eignen sich hierfür häufig nur bedingt. Welche methodischen Ansätze es für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine gibt und welche Probleme diese mit sich bringen können, zeigt Dr. Dirk Hüske-Kraus in seinem Vortrag „Sprache und Sprachtechnologien in Medizin und Medizinischer Informatik“ am Donnerstag, 21. Juni 2018.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Fortbildungsreihe „Medizininformatik Up2Date“ der Abteilung Medizinische Informatik der Universität Oldenburg statt. Sie beginnt um 17.00 Uhr im OFFIS – Institut für Informatik (Escherweg 2, 26121 Oldenburg, Hörsaal F02).

Hüske-Kraus studierte an der Universität Heidelberg und der Fachhochschule Heilbronn Medizinische Informatik. Bereits während seiner Promotion 2003 an der Universität für Medizinische Informatik in Innsbruck (Tirol) entwickelte er sprachgenerierende Anwendungssysteme für die klinische Praxis.

Die Fortbildungsreihe „Medizininformatik Up2Date“ soll den interdisziplinären Austausch rund um Themen der Medizinischen Informatik und Digitalisierung im Gesundheitswesen fördern. Die Veranstaltung ist bei der Landesärztekammer als Fortbildung angemeldet.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Kowi-Bundestagung zur EU-Forschungs- und Innovationsförderung in Bremen

Rund 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden bei der 30. Kowi-Bundestagung zur EU-Forschungs- und Innovationsförderung an der Universität Bremen erwartet. Die Veranstaltung findet vom 19. bis 21. Juni 2018 statt und wird gemeinsam mit der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (Kowi) organisiert.

Die jährliche Bundestagung bietet ein Forum für den Informations-, Meinungs- und Erfahrungsaustausch zum laufenden EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“ und zu den Vorbereitungen des 9. Rahmenprogramms „Horizon Europe“. Hochrangige Repräsentanten aus den europäischen Institutionen, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, den zuständigen Länderministerien und Forschungs- und Fördereinrichtungen stehen als Referenten und Diskussionspartner zur Verfügung.

Zudem ermöglicht die Bundestagung Einblicke in wichtige Entwicklungen des Europäischen Forschungsraums (ERA). Sie dient dabei auch als Plattform zum Netzwerken und für informellen Austausch.

Veranstaltungsorte sind das Hörsaalgebäude (HS) und das Gebäude GW2 auf dem Campus, Uni-Boulevard, 28359 Bremen.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.

 

 

Internationales Business Event: Future Tech of Mobility 2018

Am 10. Juli 2018 findet auf dem TT Circuit in Assen, Niederlande, die Future Tech of Mobility statt. Experten und Unternehmen aus den Bereichen Mobilität und Logistik treffen sich, um über die neuesten Technologien, Trends und Innovationen zu diskutieren und internationale Kontakte knüpfen. Über 50 Prototypen innovativer Fahrzeuge und 1.500 Studierende des internationalen Designwettbewerbs der Formula Students Netherlands gewähren bereits Einblicke in die Zukunft der Mobilität.

Exklusiv für alle Mobilitätsexperten richtet das Enterprise Europe Network ein Business Speed Dating aus, hier können gezielt neue internationale Geschäftskontakte geknüpft werden. Und bei rund 300 erwarteten Experten führender internationaler Unternehmen, Entscheider und Industrievertreter können berufliche und persönliche Netzwerke weiter ausgebaut werden.

Das Enterprise Europe Network Bremen ist Teil eines Netzwerkes initiiert von der Europäischen Kommission, das vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen beim Prozess der Innovation und Internationalisierung unterstützt. Im Land Bremen stehen DD Die Denkfabrik und der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen als Kontaktstellen zur Verfügung. (http://hb.enterprise-europe-germany.de, een.ec.europa.eu).

Das Programm der Future Tech of Mobility 2018 beinhaltet eine Begrüßung mit Keynotes, Workshops und Matchmaking. Zum Abschluss findet ein Rennen der Formula Student Netherlands mit weiteren Netzwerkmöglichkeiten statt.

Informationen und Anmeldungsformulare sind hier erhältlich. 

 

 

AWI-Wissenschaftler erforschen, warum die Eiszunge des Pine-Island-Gletschers plötzlich schrumpfte

Forscher kartieren den Meeresboden vor dem Pine-Island-Gletscher und lüften per Zeitraffer-Video das Geheimnis seines abrupten Rückzuges: Der Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis gehört nicht nur zu den am schnellsten fließenden Eisströmen auf der Südhalbkugel. In den zurückliegenden elf Jahren sind auch viermal große Eisberge von seiner schwimmenden Eiszunge abgebrochen. Wissenschaftlern an Bord des deutschen Forschungseisbrechers Polarstern ist es im Februar 2017 gelungen, jenen Meeresboden zu kartieren, der noch kurz zuvor vom Gletschereis bedeckt war. Ein Abgleich dieser neuen Karten mit Satellitenaufnahmen des Eisstromes verrät nun, warum sich der Gletscher plötzlich so weit Richtung Küste zurückgezogen hat: Er hatte an wichtigen Punkten die Bodenhaftung verloren, berichten die Forscher im Online-Fachmagazin The Cryosphere, einem Journal der European Geosciences Union.  

„Die Fließrichtung und die Fließgeschwindigkeit eines Gletschers hängen stark von der Topographie seines Untergrundes ab. Von den meisten Schelfeisen der Antarktis aber kennen wir das Relief des darunter liegenden Meeresbodens kaum. Unsere Polarstern-Expedition im Februar 2017 bot deshalb die einmalige Chance, 370 Quadratkilometer jenes Meeresgebietes zu kartieren, das in den Jahren zuvor noch großflächig vom Schelfeis des Pine-Island-Gletschers bedeckt worden war“, erklärt Erstautor Dr. Jan Erik Arndt vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven. Mit Hilfe von Fächerecholoten hatten Arndt und seine Kollegen den Meeresboden genau kartiert. 

Untersee-Berge dienten als Eisbremse

Die neuen Karten vom Meeresboden in der überwiegend 800 bis 1000 Meter tiefen Pine-Island-Bucht zeigen einen bislang unbekannten unterseeischen Höhenzug sowie zwei unterseeische Berge, deren Gipfel jeweils bis in eine Wassertiefe von 370 Metern und flacher hinaufragen. Auf dem Höhenzug muss das mehr als 400 Meter dicke Schelfeis des Pine-Island-Gletschers viele Jahrzehnte lang aufgelegen haben, wie die von den Forschern zusammengetragenen Satellitenaufnahmen des Gletschers belegen. Diese reichen bis in das Jahr 2002 zurück. Auf den älteren Aufnahmen sind an genau jenen Stellen, an denen sich Gipfel des unterseeischen Höhenzuges unter dem Schelfeis befinden, Erhebungen in der Eisoberfläche zu erkennen. „Ab dem Jahr 2006 sind diese markanten Punkte jedoch nicht mehr zu sehen. Das Schelfeis muss bis zu diesem Zeitpunkt so weit von unten abgeschmolzen sein, dass es entweder zu leicht war, um noch einen Abdruck an der Eisoberfläche zu produzieren, oder die Eisfläche hatte bereits den Kontakt zu den darunterliegenden Bergen verloren“, sagt Mitautor Dr. Karsten Gohl vom AWI. 

Wenn ein Schelfeis den Kontakt zu einem solchen Hindernis verliert, reagiert der Eisstrom, als hätte jemand den Bremsklotz weggezogen. Die Eismassen haben plötzlich freie Bahn und fließen mit zunehmendem Tempo Richtung Meer – so heißt es zumindest in der Theorie. Anhand der Satellitenzeitreihe vom Pine-Island-Gletscher konnten die Wissenschaftler diese These nun Schritt für Schritt überprüfen.

Weitere Informationen sind hier zu finden.


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