Niedersachsens startet Bundesratsinitiative zum Erneuerbare-Energien-Gesetz

Die niedersächsische Landesregierung hat heute eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschlossen. Die Initiative sieht vor, das Ausschreibungsvolumen für Windanlagen an Land in diesem Jahr einmalig um 2.000 Megawatt (MW) zu erhöhen. Zudem sollen Sonderregelungen für Bürgergesellschaften auch für die Jahre 2018 und 2019 ausgesetzt werden. Damit soll die zu erwartende Ausbaulücke bei der Realisierung von Windenergieprojekten in den Jahren 2019 und 2020 geschlossen und der Verlust von Arbeitsplätzen verhindert werden.

Mit dem EEG 2017 ist die Förderung von Windenergieanlagen an Land auf Ausschreibungen umgestellt worden. Um eine Akteursvielfalt zu gewährleisten, sind Sonderregelungen für Bürgerenergiegesellschaften eingeführt worden. Bürgerenergiegesellschaften durften in den bisherigen Ausschreibungen bereits vor der Erteilung einer Anlagengenehmigung ein Gebot abgeben und erhielten dann eine zwei Jahre längere Realisierungsfrist.

Die als Ausnahme vorgesehene Regelung wurde allerdings in der Praxis zur Regel – mit der Folge, dass für die Jahre 2019 und 2020 eine Zubaulücke befürchtet wird. Mit der Gesetzesinitiative aus Niedersachsen soll das verhindert werden: 2018 und 2019 sollen nur Projekte mit vorhandener Anlagengenehmigung an den Ausschreibungen teilnehmen dürfen. Außerdem soll der 2017 entstandenen Gefahr einer Zubaulücke mit einem Sonderausschreibungsvolumen begegnet werden.

Für Energieminister Olaf Lies liegt besonderes Augenmerk auf dem weiteren Ausbau der Windenergie. "Wir im Norden haben die Unternehmen, die mit hoher fachlicher Kompetenz die notwendigen Anlagen bauen und installieren können", sagte der Minister. Es drohe jedoch ein "industriepolitischer Fadenriss" und damit der mögliche Verlust zahlreicher Arbeitsplätze nicht nur in Norddeutschland.

In den drei Ausschreibungsrunden des Jahres 2017 hatten Gebote von Bürgergesellschaften, die ohne Genehmigung abgegeben worden seien, jeweils mehr als 90 Prozent des Zuschlagsvolumens erhalten. 

 

EWE und Swisscom Energy Solutions schließen Partnerschaft im Bereich Solarenergie

Das Oldenburger Energieunternehmen EWE und das Schweizer Unternehmen Swisscom Energy Solutions haben einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau einer Stromgemeinschaft für Privatkunden zur Eigenversorgung mit Solarstrom. Auf der Messe E-World, die vom 6. bis 8. Februar in Essen stattfindet, will EWE das gemeinsame Produkt vorstellen.

Michael Heidkamp, Vorstand Markt EWE AG: "Wir möchten, dass unsere Kunden ihren Solarstrom zu 100 Prozent selbst nutzen können. Dafür bieten wir ihnen die Möglichkeit, sich in einer Energie-Community gemeinsam mit anderen privaten Stromerzeugern mit grünem Strom zu versorgen. Mit Swisscom Energy Solutions haben wir einen starken Partner gefunden, der uns mit seiner Expertise bei der Digitalisierung der Energiewirtschaft unterstützen wird."

Weitere Themen, mit denen EWE sich auf der Messe präsentieren wird, sind unter anderem Elektromobilität, diverse Energie-Contracting-Lösungen und das Projekt Brine4power, mit dem EWE plant, die größte Batterie der Welt in unterirdischen Salzkavernen zu bauen.

 

Schulen können Vorbilder buchen: "Klasse-Frauen: Lernen mal anders"

Bremer Schulklassen können sich jetzt für die Aktion "Klasse-Frauen: Lernen mal anders", die von der Bildungssenatorin und der Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau (ZGF) gestartet wurde, anmelden. Vom 5. bis 9. März kommen Bremerinnen mit interessanten und ungewöhnlichen Berufsbiografien in Schulklassen und berichten von sich und ihrem Werdegang sowie von den Hürden oder offenen Türen, die ihnen als Frauen begegneten.

"Mädchen und auch Jungen können eigene Rollenbilder reflektieren und Wege jenseits möglicherweise schon geprägter Rollenvorstellungen für sich entdecken", teilt die Senatorin mit.

Mitmachen können alle Klassen und Kurse von der Grund- bis zur Erwachsenenschule im Stadtgebiet Bremen. Frauen aus Industrie, Wissenschaft, Technik, Handwerk und Kultur stehen bereit, ihre Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben und so eine oder zwei Schulstunden als lebendiges Vorbild zu bestreiten. Die Aktion findet bereits zum achten Mal statt.

Für die Lehrkräfte soll kein zusätzlicher Aufwand entstehen: Außer einem Vorgespräch mit der ausgewählten "Klasse-Frau" ist eine besondere inhaltliche Vorbereitung für den Schulbesuch nicht erforderlich. Interessierte Lehrkräfte werden gebeten, sich per Mail bis Montag, 29. Januar, in der Bremischen Gleichstellungsstelle (klasse-frauen(at)frauen.bremen.de) anzumelden. Sie erhalten dann die Liste der "Klasse-Frauen" samt Kurzbiografien und freier Termine, sowie weitere Informationen zum Verfahren. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website der ZGF

 

 

Diskussionsveranstaltung: "Nichtfinanzielle Berichterstattung in Unternehmen – ist eine ethische Bilanzierung möglich?"

"Gemeinwohl und Nachhaltigkeit" lautet der Titel einer neuen Reihe der Fakultät Wirtschaftswissenschaften und des International Graduate Center der Hochschule Bremen, deren erste Veranstaltung sich am Dienstag, 23. Januar 2018, ab 18 Uhr mit dem Thema "Nichtfinanzielle Berichterstattung in Unternehmen – ist eine ethische Bilanzierung möglich?" beschäftigt. Veranstaltungsort ist die Hochschule Bremen, Werderstraße 73, D-Gebäude, Raum D 127.

Im Mittelpunkt stehen Impulsvorträge folgender Unternehmen und Einrichtungen: Deutsches Milchkontor, EWE, BLG Logistics Group, International Graduate Center und Gesellschaft für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung.

"Die nichtfinanzielle Berichterstattung von Unternehmen und Institutionen gewinnt angesichts eines steigenden öffentlichen Bewusstseins für ökologische und soziale Aspekte ständig an Bedeutung", erklären die Veranstalter. "2018 müssen nun erstmals große kapitalmarktorientierte Unternehmen, Kreditinstitute und Versicherungen einen Bericht über ihre ökologischen und sozialen Leistungen vorlegen. Im Anschluss an die Impulsvorträge wollen wir mit den teilnehmenden Unternehmen daher diskutieren, inwieweit die Berichte nur eine lästige Pflicht sind oder auch echte Chancen für ein nachhaltigeres und sozialeres Wirtschaften bieten."

 

Vortrag: "Chinas Innovationsstrategie in der globalen Wissensökonomie"

Künstliche Intelligenz, Robotik, E-Mobilität – in vielen Bereichen stehen chinesische Unternehmen mit an der Weltspitze oder sind auf dem Weg dahin. Wie ist das ambitionierte Regierungsprogramm "China 2025" zu realisieren? Welche Rolle spielen Unternehmen und Hochschulen? Diesen und weiteren Fragestellungen widmet sich der im Oktober 2017 bei Springer Gabler erschienene Band "Chinas Innovationsstrategie in der globalen Wissensökonomie". Die Herausgeber – Prof. Monika Schädler und Prof. Joachim Freimuth (beide Hochschule Bremen, Fakultät Wirtschaftswissenschaften) – und einige Autoren geben am Mittwoch, 7. Februar 2018, von 15 bis 18 Uhr im Haus der Wissenschaft (Sandstraße 4/5, Bremen) Einblick in Ergebnisse des Bandes.

Im Fokus stehen dabei Chinas Innovationsstrategie und –entwicklungen, Personalauswahl und Wissensaustausch in Unternehmen sowie eine Studie zum Problemlösungs- und Interaktionsverhalten chinesischer Studierender. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung bis zum 1. Februar per E-Mail an monika.schaedler(at)hs-bremen.de wird gebeten. 

 

 

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