Ministerpräsident Weil fordert Aufbau einer europäischen Batteriefertigung für die Automobilindustrie

EU-Energiekommissar Maros Sefcovic und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben auf der Hannover Messe das gemeinsame Interesse am Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung für die Automobilindustrie hervorgehoben. Experten gingen derzeit davon aus, dass infolge des zunehmenden Absatzes von Elektrofahrzeugen bis zum Jahr 2025 die erwartete Batterienachfrage in Europa mit einem Wertschöpfungspotenzial von 250 Milliarden Euro verbunden sei, teilten sie mit. Diesen Markt dürfe man nicht allein Unternehmen in Asien überlassen.

Ministerpräsident Weil: "Batteriezellfertigung ist eine Schlüsseltechnologie für den Wandel hin zur Elektromobilität. Umso wichtiger ist es, vor Ort in Forschung und Entwicklung zu investieren und die Verfahren großtechnisch zu erproben. Hierfür bedarf es finanzieller Anreize auch seitens der EU. Die Batteriezellproduktion ist sehr energieaufwändig; umso wichtiger ist es, erneuerbare Energien zu nutzen. Bund und Europa müssen für langfristig stabile und günstige Energiepreise sorgen, wenn wir dauerhaft Batteriezellen in Deutschland fertigen wollen."

 

Hannover Messe: Lückenlose Qualitätsüberwachung in Lieferketten und interaktiver Schweißsimulator

Auf Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesministerium für Bildung und Forschung präsentieren Wissenschaftler des Bremer Instituts für Produktion und Logistik (BIBA) gemeinsam mit ihren Partnern zurzeit auf der Hannover Messe die Ergebnisse aus zwei Forschungsprojekten.

Modell zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in Lieferketten (Halle 2, Stand C28)

Seit November 2016 forscht das BIBA unter anderem mit dem Bremer Logistikdienstleister BLG Logistics in dem Projekt "Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains" (SaSCh). Die Forschungen zielen auf eine durchgängige Überwachung der Qualität von Bauteilen, Komponenten und Produkten während ihres Lebenszyklus ab, wobei der Fokus auf der Lieferkette liegt.

Mithilfe von Sensoren werden qualitätsrelevante Umwelteinflüsse erfasst und digitalisiert. Die Auswertung der Daten ermöglicht das Anbieten unterschiedlichster Services, um die Produktqualität zu sichern und so Eiltransporte, Produktionsstillstände oder gar Rückrufaktionen zu vermeiden. Wie das funktionieren soll, veranschaulichen die Partner nun am Gemeinschaftsstand des BMWi anhand eines Modells.

Der Demonstrator stellt die Anwendung von mobilen und stationären Sensoren in verschiedenen Lieferketten-Prozessen wie Transport, Lagerung und Umladung modellhaft dar. In ihm werden mit realen Sensoren bestückte Modell-Lkw und -Container mit Modell-Kleinladungsträgern bei verschiedenen Transporten unter unterschiedlichen Bedingungen bewegt. Weitere Informationen finden Sie hier.

Interaktiver Schweißsimulator (Halle 2, Stand B22)

Der Stand des BMBF steht unter dem Motto "Arbeitswelten der Zukunft". Dort präsentiert das Projekt "Medieneinsatz in der Schweißbranche" unter Leitung des BIBA einen interaktiven Schweißsimulator. Als weiterer Forschungspartner ist das Institut Technik und Bildung der Universität Bremen (ITB) beteiligt. Gemeinsam mit Anwendern aus der Industrie und mit Bildungseinrichtungen untersuchen sie, wie die Aus- und Fortbildung von Schweißerinnen und Schweißern durch digitale Medien verbessert werden kann.

Digitale Medien und neue Techniken ermöglichen zum Beispiel die Gestaltung von Trainingssimulationen und prozessbegleitende Unterstützung. So kann der auf der Messe vorgestellte interaktive Trainingssimulator seinem Nutzer schon während seiner Tätigkeit eine konkrete Rückmeldung dazu geben, wie er seine Arbeit justieren kann. Mit ihm lassen sich Schweißarbeiten zeit- und ressourcensparend trainieren. Auch solche, die im Ausbildungsbetrieb gerade nicht anliegen. Weitere Informationen finden Sie hier

 

 

Team Neusta führt erstmals bundesweites Ranking der Internetagenturen an

Der Bremer Unternehmensgruppe Team Neusta ist es mit einem Gesamtumsatz von rund 170 Millionen Euro erstmals gelungen, das Internetagentur-Ranking anzuführen. Das jährliche Branchenbarometer des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) gilt als Orientierungshilfe in der deutschen Agenturlandschaft.

Carsten Meyer-Heder, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Team Neusta: "2017 erzielten wir durch überwiegend organisches Wachstum ein Umsatzplus von 23 Prozent. Der Großteil der Umsatzsteigerung ergibt sich durch Bestandskunden wie TUI, VW, Germania, ProSiebenSat1 oder Werder Bremen und Neukunden, darunter Hermes, Nanu Nana oder L‘tur. Darüber hinaus tragen der Gewinn und die Bindung qualifizierter Mitarbeiter ebenfalls zum Erfolg von Team Neusta bei."

Der Schwerpunkt der Gruppe liegt im umsatzstarken Technologiebereich, allerdings werden die Bereiche Beratung und Kreation aktuell verstärkt ausgebaut. Auch der Zuwachs von zwei neuen Tochterunternehmen, Neusta Infomantis und Neusta Forty-two, leistete einen Beitrag zum Rekordumsatz. Das in Osnabrück ansässige Unternehmen Neusta Infomantis ist auf mobile Lösungen und App-Entwicklungen spezialisiert, während die Kernkompetenzen von Neusta Forty-two in der strategischen Digitalisierungsberatung liegen.

Neusta stellte im vergangenen Jahr mehr als 100 neue Mitarbeiter ein. "Vor allem durch agile und flexible Projektorganisation gelingt es uns, die erstklassigen Rahmenbedingungen für eine selbstständige und auf Vertrauen basierende Unternehmenskultur zu schaffen", so Meyer-Heder. "Diese besondere Arbeitsatmosphäre gehört zu unserem Erfolgsrezept und wird auch zukünftig weiteres Wachstum ermöglichen." 

 

Holzbau-Hochschultag in Oldenburg

Holz ist als Baustoff wieder im Kommen. Die Abteilung Bauwesen des Fachbereichs Architektur der Jade-Hochschule stellt die Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit des Materials sowie weitere Aspekte des modernen Holzbaus beim "Holzbau-Hochschultag" am 7. Juni in Oldenburg vor.

"Holz wird als Baustoff oft und gerne genutzt", erklärt Jörg Härtel, Prof. für Holzbau. "Grund ist die gesellschaftliche Forderung einerseits nach Klimaschutz und Nachhaltigkeit und andererseits nach Qualität." Weitere Informationen und Anmeldung: jade-hs.de/holzbau.

 

 

Aktionstage "Gesundheit im Betrieb"


An den Aktionstagen "Gesundheit im Betrieb" vom 7. bis zum 17. Mai bietet die IHK Niedersachsen (IHKN) in Oldenburg, Stade und Lüneburg verschiedene Fachvorträge, Praxisbeispiele und Workshops für Unternehmen und Gesundheitsdienstleister an. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf mentaler Gesundheit und Mitarbeitermotivation.

"Der Fachkräftemangel, Arbeitsverdichtung und Fehlzeiten aufgrund von physischer und psychischer Überlastung sind Ursachen dafür, dass immer mehr Unternehmen sich um das Thema Gesundheit im Betrieb kümmern", teilt die IHKN mit. "Ziel der Maßnahmen ist es, die Arbeitsbelastungen der Mitarbeiter zu reduzieren und deren Leistungspotentiale zu fördern. Ergebnisse können reduzierte Fehlzeiten und eine erhöhte Attraktivität als Arbeitgeber sein."

Informationen zu den IHKN-Aktionstagen "Gesundheit im Betrieb" sind hier erhältlich.

 

 

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